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Im siebten Foodhimmel am Camden Market, aber wo?

Wer auch wie wir gerne mal auf Social Media nach Tipps für die nächste Reise sucht, kennt sicherlich die diversen Videos, die unglaublich coole Spots und Unternehmungen zeigen. Ja, so erging es auch uns, als wir für unsere Reise nach London Tipps gesucht haben, die nicht 08/15 sind.

Ein Spot, der immer und immer wieder erwähnt wurde, war der sogenannte «Camden Market». Streng genommen gibt es eigentlich nicht der eine «Camden Market», sondern gleich mehrere Märkte. Alle befinden sich in Camden Town, ein ziemlich buntes und lautes Viertel Londons. Camden ist vor allem bekannt für Vintage-Shops, Pubs und viele Essensmöglichkeiten. Schon früher wurden hier Modeartikel, insbesondere Lederwaren verkauft. Camden liegt sehr schön am Regent’s Canal. Vom Camden Lock kann man sogar eine Bootstour zum sogenannten «Little Venice» unternehmen. Aber genug Small-Talk-Fakten.

Camden ist das wohl bunteste Viertel Londons

Wir waren in Camden Town um uns einfach mal die Gegend ein wenig anzuschauen und den Vibe Camdens zu erleben, mit den vielen bunten und teils künstlerisch gestalteten Häuschen. Zudem wollten wir uns ehrlich gesagt die Bäuche vollschlagen. In den unzähligen Social Videos wurden nämlich vor allem die vielen Foodhotspots erwähnt. Dafür reisten wir mit der U-Bahn von unserer Base in das hippe Stadtviertel, dank des U-Bahn-Systems war das wirklich extrem unkompliziert.

Dort angekommen, wollten wir ganz Tourilike zuerst das bekannte «Camden Lock»- Sign auf der Eisenbahnbrücke Camdens suchen und fotografieren. Mit dieser Idee waren wir übrigens so gar nicht alleine. Rund um das Sign war es ziemlich voll. Nichtsdestotrotz liefen wir der Hauptstrasse entlang. Wenn du das erste Mal in Camden bist, wirst du ein wenig überfordert sein. Das Viertel ist eine pure Reizüberflutung, aber eigentlich ist es ziemlich einfach, sich zurechtzufinden. Es gibt quasi die eine Hauptstrasse und links und rechts davon befinden sich die verschiedenen Märkte, Shops etc.

Der Ort hat viele künstlerisch gestalteten Fassaden.
Im Zentrum ist immer viel los und es kann auch laut werden.
In den Seitenstrassen gibt es diverse Märkte.

Rein ins Geschehen und raus aus dem Tourimodus

Die Hauptstrasse, also die Camden High Street, führte uns direkt von der U-Bahn-Station „Camden Town“ zur Eisenbahnbrücke mit dem Schriftzug „Camden Lock“. Nach einigen Fotos, die mehr oder weniger sowieso nur haufenweise Menschen zeigten, schlenderten wir ohne wirklichen Plan der Hauptstrasse entlang zurück und bogen nach Lust und Laune links oder rechts in Marktstände ein.

Im Viertel ist wirklich so viel los: An der einen Ecke sprayt ein Künstler eine Hauswand, zwei Häuser weiter vorne versucht ein Tattooshop Menschen zu einem ewigen Kunstwerk zu überreden und irgendwo in der Ferne ist Livemusik zu hören. Uns hat der Vibe extrem gut gefallen, es war immer etwas los und die Stimmung war mega ausgelassen. Wenn du lieber ein gesitteter und ruhiger Ausflug bevorzugst, solltest du eher nicht nach Camden reisen. Hier ist die Stimmung sehr aufregend und du solltest es einfach geniessen.

Camden ist kunterbunt.
Nebst den bunten Strassen, gibt es in Camden auch ruhige Plätze am Wasser.

Container Market als ein grosser Food-Spot

Per Google suchten wir dann den sogenannten «Container Market» respektive die Camden Market Buck Street. Das ist ein Markt, bestehend aus Containern. Die Shops befinden sich in den Containern. Ihr findet dort überwiegend Foodstände aus aller Welt und einzelne Vintage-Shops.

Für uns war alleine die Machart des Markts ziemlich cool und beeindruckend. Die Container sind aufeinandergestapelt und es gibt mehrere Stockwerke. Am besten schaust du dir einfach nach Lust und Laune die verschiedenen Shops und Essensstände an. Uns zog es nach einem kurzen Rundgang durch die unteren Stockwerke, wo sich überwiegend die Kleiderläden befinden, in die oberen Etagen des Markts, wo sich die Essensstände aneinanderreihen.

Der Food-Markt im Markt ist wirklich sehr cool gestaltet. Grundsätzlich befindet man sich unter freiem Himmel, durch die Anordnung der Container kann man aber teilweise unter Dach sitzen. Das Ganze ist ziemlich schwierig zu beschreiben, aber schaue dir einfach die Bilder an, dann verstehst du, was wir meinen.

Der Markt an der Bucket Street ist aus Containern gebaut und gilt als sehr umweltbewusst .
Auf den verschiedenen Stockwerken gibt es viele Essenstände.

Versuchen, bestellen und geniessen und das am besten mehrmals

Die Essensstände befinden sich wie gesagt, in den Containern. Du kannst also von Container zu Container laufen und dir die verschiedenen Angebote ansehen. In der Regel sehen vor den jeweiligen Containern Mitarbeitende der Restaurants bereit, um dir eine kleine und kostenlose Probe des Essens zu geben. Das ist natürlich ziemlich cool, wenn du dir unsicher bist, bei welchem Essensstand du etwas bestellen möchtest.

Du findest quasi Gerichte von überall auf der Welt: von englischem Fish and Chips, über indisches «Chicken Tikka Masala», weiter zu italienischer Pizza bis hin zu Gyros aus Griechenland. Wir waren zuerst ein wenig überfordert mit dem riesen Angebot, entschieden uns dann aber einfach dazu, mehrere Gerichte in kleinen Portionen zu probieren.

Die Desserts von «I Scream for Dessert» sind super süss, aber sehr lecker.
Funky Chips bietet sogenannte «Loaded Fries», also Pommes mit Belag an.

«Loaded Fries» und Dutch-Mini-Pancakes überzeugten

Unser Favorit waren auf jeden Fall die «Loaded Fries» von Funky Chips. Wir bestellten Pommes mit Hühnchen, Haussauce und Zwiebeln und es war köstlich. Jeder Gast kann ganz individuell die «Toppings» bestimmen. Ebenfalls sehr lecker war das «Crispy Chicken» von Hiden Curry. Weniger begeistert waren wir vom Gyros von «Elia Greek Street Food», da kennen wir bessere Gyros. Natürlich ist das aber Geschmackssache, also probiere dich aus und geniesse die vielen Leckereien. Die Preise bewegen sich in einem humanen Bereich. Für das «Crispy Chicken» mit Reis und Beilage bezahlten wir beispielsweise circa 10 Pfund und auch die «Loaded Fries» kosteten rund 10 Pfund, also umgerechnet je 11.30 Franken.

Nach rund 2 Stunden ging es für uns dann raus aus dem Container Market und wir schlenderten mit vollem Bauch gemütlich weiter der Hauptstrasse entlang. Auf dem Weg zur U-Bahn Station machten wir noch einen Halt bei einem der unzähligen «Bubble-Tea-Shops». Das Getränk mit den «Bubbles» ist so gar nicht unser Ding, aber vor dem Shop gab es einen Stand mit allerlei Variationen von Mini-Dutch-Pancakes. Wenn du Süsses genau so sehr liebst wie ich, dann musst du dort unbedingt einen Stopp einlegen.

Für mich gab es die kleinen Pancakes mit weisser und brauner Schokolade und Erdbeeren und sie waren einfach so köstlich. Der Shop heisst übrigens ziemlich passend «I Scream for Dessert». Leider sind wir uns nicht mehr so ganz sicher, wie viel die kleinen Pancakes als mittlere Portion gekostet haben, wir glauben ebenfalls rund 10 Pfund. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Fazit: Camden Town mit seinen Markets waren eine wirklich coole Erfahrung. Die Stimmung in dem Viertel ist aufregend und inspirierend. Wer offen ist für eine künstlerische, bunte und laute Gegend, ist hier genau richtig. Besonders cool war der Container-Market. Die Essensstände bieten eine riesige Auswahl zu fairen Preisen. Ein wenig mühsam war das Finden nach Sitzplätzen. Zwischen den Containern gibt es Sitzgelegenheiten, an einem schönen Tag oder am Wochenende sind die aber ziemlich rar. Wir haben rund 20 Minuten gewartet, bis ein Platz frei wurde. Am besten checkst du zuerst, ob es freie Sitzplätze gibt, bevor du das Essen bestellst.

Wenn du nach Camden kommst, solltest du genau das beachten, also der Wochentag und die Tageszeit. Am Wochenende herrscht hier ziemlich Trubel und unter der Woche reisen die meisten Touris gegen 15 Uhr wieder zurück, dann kann die U-Bahn entsprechend voll werden. Am besten umgehst du diese Stosszeiten oder weichst auf den Bus aus. Passe ausserdem gut auf deine Tasche und Wertsachen auf, wir haben von Taschendieben gelesen, selbst jedoch keine negativen Erfahrungen gemacht. Gleiches gilt für Drogenhändler, denen man laut Reiseberichten ebenfalls hin und wieder im Quartier begegnet. Wir fühlten uns aber sehr sicher und würden auch ein zweites Mal nach Camden Town einen Ausflug unternehmen.


Kosten:
– Ein paar Pfund U-Bahn (circa 8 Pfund von unserer Base hin und zurück)
– Circa 40 Dollar Essen und Trinken

 

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